Sie besitzen ein historisches Auto - und Ihr Oldtimer ist Ihr Ein und Alles? Doch was ist dieses Fahrzeug eigentlich wirklich wert? Dies kann man beim TÜV
(siehe
TÜV Wertgutachten),
der
DEKRA und einigen ausgewählten Gutachtern anhand eines
Wertgutachten für Oldtimer feststellen lassen.
Man unterscheidet hier zwischen einem
Kurzgutachten und einem
Vollgutachten.
Ein
Kurzgutachten wird in der Regel von der Oldtimer-Versicherung verlangt. Es dient der Einstufung und ist im Schadenfall von sehr großer Bedeutung. Das Vollgutachten wird zur Versicherungseinstufung von Fahrzeugen bei einem Wert über 25.000 € benötigt und ist teurer als das Kurzgutachten. Empfehlenswert ist es aber, sich im Einzelfall mit der Versicherung abzusprechen. Oftmals wird auch bei hochwertigen Fahrzeugen ein Kurzgutachten akzeptiert.
In dem
Vollgutachten für Oldtimer wird das Fahrzeug ausführlich beschrieben. Das Fahrzeug wird von den jeweiligen Experten ganz genau unter die Lupe genommen. Neben den technischen Daten erfolgt auch eine detaillierte Zustandsbeschreibung aller Baugruppen. Auch ersichtliche Restaurationsarbeiten oder Umbauten werden im Wertgutachten aufgeführt, zumindest soweit diese nachvollziehbar sind. So wird je nach Qualität der Marktwert nach regionalen Gegebenheiten festgelegt. Ein solches Wertgutachten bietet eine präzise Grundlage für den Kauf, den Verkauf und/oder die Versicherung Ihres Oldtimers. Denn wenn ein solches Fahrzeug den Eigentümer wechselt, gehört das Feilschen um den Kaufpreis schließlich dazu. Da ist es sehr hilfreich, wenn eine neutrale Verhandlungsbasis in Form eines Wertgutachtens für den Oldtimer vorhanden ist.
In den einzelnen Oldtimer-Wertgutachten wird mithilfe verschiedener Kriterien und Bewertungsstufen der Fahrzeugzustand dokumentiert. Abschließend werden die Oldtimer in eine der folgenden Kategorien bzw. Notenstufen eingeordnet:
Die beste Bewertung, die
Note 1, erhält ein Oldtimer bei einem makellosen Zustand. Dabei darf er absolut keine Mängel sowohl an der Technik, der Optik als auch der Historie (Originalität) aufweisen. Diese Fahrzeuge sind jedoch, aufgrund ihrer Spitzenklasse, äußerst selten zu finden.
Mit der
Note 2 wird ein Oldtimer dann bewertet, wenn er in einem guten Zustand ist. Dies bedeutet, dass er keine Mängel hat, aber leichte Gebrauchsspuren aufweist. Das Fahrzeug kann hierbei im Originalzustand sein oder aber fachgerecht und aufwendig restauriert sein.
Mit der
Note 3 muss man dann rechnen, wenn sich das Fahrzeug in einem gebrauchten Zustand befindet. Wenn es normale Gebrauchsspuren aufgrund der Jahre aufzeigt und auch kleinere Mängel festzustellen sind. Der Oldtimer muss dennoch voll fahrbereit sein. Außerdem dürfen keine Durchrostungen am Fahrzeug sichtbar bzw. vorhanden sein.
Die Beurteilung mit der
Note 4 rechtfertigt ein Oldtimer mit einem verbrauchten Zustand. Das Fahrzeug ist hierbei nur bedingt fahrbereit und es sind sofortige Arbeiten notwendig. Der Oldtimer weist zudem leichte bis mittlere Durchrostungen auf. Einige kleinere Teile fehlen sogar oder sind zumindest defekt. Außerdem ist das Fahrzeug teilrestauriert. Dennoch ist es noch einfach zu reparieren bzw. zu restaurieren.
Die letzte und damit schlechteste Beurteilungsnote ist die
Note 5. Diese erhält ein Fahrzeug, welches in einem restaurationsbedürftigen Zustand ist. Der Oldtimer ist außerdem nicht fahrtüchtig und schlecht restauriert bzw. teilweise oder komplett in seine Einzelteile zerlegt. Der Oldtimer bedarf einer größeren Investition, ist aber noch restaurierbar. Außerdem fehlen einige Teile.